Rechner fur Bestellpunkt und Sicherheitsbestand

Ihre Daten

Die beiden Streuungsfelder sind das, was dies von einer Faustregel unterscheidet. Lassen Sie beide auf null, ist die Antwort einfach Nachfrage mal Lieferzeit, und ein Fehlbestand in jedem zweiten Zyklus ist der Preis dieser Einfachheit.

Servicelevel meint hier den Anteil der Zyklen, die ohne Fehlbestand enden, nicht den Anteil der Auftraege, die Sie erfuellen. Das sind verschiedene Zahlen, und die zweite ist stets die freundlichere.

Ergebnisse

Bestellen Sie erneut, wenn der Bestand auf so viele Stuck faellt

Was Sie waehrend der Wartezeit voraussichtlich verbrauchen
Sicherheitsbestand obendrauf
Standardabweichungen, die dieses Servicelevel verlangt
Wenn sich die Lieferzeit halbierte, faellt der Sicherheitsbestand um so viele von hundert
Anteil der Unsicherheit, der von der Lieferzeit kommt, in Prozent

Was jedes zusaetzliche Stueck Servicelevel kostet

ServicelevelAbweichungen vom MittelwertSicherheitsbestandZusatz gegenueber der Zeile darueber

Lesen Sie die letzte Spalte von oben nach unten, und die Gestalt des Problems tritt hervor. Von fuenfundneunzig auf neunundneunzig zu gehen kostet weniger als die vier Zehntelpunkte danach. Das letzte Stueck ist das teure, und darum ist das Ziel, nie leerzulaufen, eine Geldfrage und keine Servicefrage.

Das andere, was man mitnehmen sollte: der Sicherheitsbestand folgt der Quadratwurzel der Lieferzeit, nicht der Lieferzeit selbst. Ist die Lieferzeit stetig, halbiert eine Halbierung der Wartezeit nicht den zu haltenden Bestand: sie nimmt etwa neunundzwanzig von hundert weg. Schwankt die Lieferzeit ebenfalls, hilft ein Verkuerzen noch weniger, und die Zeile darueber rechnet die Zahl fuer Ihre eigenen Werte aus, statt die neunundzwanzig zu wiederholen. Dieselbe Wurzel sagt Ihnen, dass ein bloss langsamer Lieferant leichter zu ertragen ist als ein unberechenbarer.

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Was ist der Unterschied zwischen Bestellpunkt und optimaler Bestellmenge?

Sie beantworten verschiedene Haelften derselben Politik. Die optimale Bestellmenge sagt, wie viel man jedes Mal kauft; der Bestellpunkt sagt, wann. Man braucht beides, und keines ersetzt das andere.

In der Praxis ist die Bestellmenge eine Kostenfrage, die Bestellkosten gegen Lagerkosten abwaegt. Der Bestellpunkt ist eine Risikofrage: wie oft Sie bereit sind, leerzulaufen.

Wenn mein Lieferant die Lieferzeit halbiert, halbiert sich dann auch mein Sicherheitsbestand?

Nein, und genau hier irren sich fast alle. Der Sicherheitsbestand folgt der Quadratwurzel der Lieferzeit, eine Halbierung der Wartezeit nimmt also rund 29% davon weg, nicht 50%.

Dieselbe Wurzel erklaert noch etwas Wissenswertes: ein langsamer, aber berechenbarer Lieferant ist weit ertraeglicher als einer, dessen Lieferzeit schwankt. Stetigkeit ist hier mehr wert als Tempo.

Warum kostet das letzte Stueck Servicelevel so viel?

Weil die Normalverteilung an den Raendern duenn wird. Von 50% auf 95% kostet 1,645 Standardabweichungen. Die naechsten vier Punkte, von 95% auf 99%, kosten weitere 0,681. Die neun Zehntelpunkte danach, von 99% auf 99,9%, kosten 0,764 mehr, also mehr als die vier Punkte davor.

Das Ziel, nie leerzulaufen, ist also eine Geldentscheidung und keine Servicefrage. Die Tabelle auf der Seite zeigt, was jede Stufe in Einheiten Ihres eigenen Bestands hinzufuegt.

ServicelevelAbweichungen vom MittelwertZusatz gegenueber der Zeile darueber
50%0.000
90%1.2821.282
95%1.6450.363
99%2.3260.681
99.9%3.0900.764
Was wiegt schwerer, unsichere Nachfrage oder unsichere Lieferzeit?

Meist die Lieferzeit, und staerker als erwartet, weil die mittlere Nachfrage quadriert in diesen Term eingeht. Bei einem Schnelldreher kann ein halber Tag Lieferunsicherheit mehr wiegen als die gesamte taegliche Verkaufsschwankung.

Die Seite nennt, welcher der beiden der groessere Anteil Ihrer Unsicherheit ist. Wenn sie die Lieferzeit nennt, bringt ein Gespraech mit dem Lieferanten mehr fuer Ihren Bestand als jede bessere Prognose.